Wasserstoffperoxid-Sensoren
Wasserstoffperoxid wird in biologischen Systemen über kontrollierte Wege in niedrigen Konzentrationen produziert, die die Zellkommunikation beeinflussen. In höheren Konzentrationen produzieren Entzündungszellen lokal intensive Mengen dieses Oxidationsmittels, um Krankheitserreger abzutöten. Im Verlauf menschlicher Erkrankungen kann es zur unkontrollierten Bildung von Wasserstoffperoxid aus der mitochondrialen Atmungskette und Enzymen wie Xanthinoxidase kommen (Prof. Victor Darley-Usmar, Univ. of Alabama, persönliche Mitteilung).
Trotz der anerkannten Bedeutung dieses Oxidationsmittels in der Biologie waren Echtzeitmessungen bei niedrigen Konzentrationen schwierig. Die von WPI entwickelten Wasserstoffperoxid-Sensoren sind darauf ausgelegt, bestehende hochsensitive fluoreszenzbasierte Verfahren durch direkte quantitative Messungen in biologischen Proben im niedrigen nM-Bereich zu ergänzen.
Derzeit sind vier Wasserstoffperoxid-Sensoren verfügbar. Der ISO-HPO-2 ist ein 2,0 mm großer Sensor aus Edelstahl mit austauschbaren Membranhülsen (#600012) und einem intern nachfüllbaren Elektrolyten (#100042). Der Sensor ist für den Einsatz in Zellkulturen und ähnlichen Anwendungen konzipiert.
Der ISO-HPO-100 ist ein Wasserstoffperoxid-Mikrosensor mit einer Spitzen-Durchmesser von 100 Mikrometern, der für den Einsatz in Geweben und ähnlichen Anwendungen entwickelt wurde. Das Sensordesign basiert auf einer flexiblen, „aktivierten“ Kohlefaser-Sonde, die mit einer proprietären Membran beschichtet ist, welche die Wasserstoffperoxid-Erkennung verbessert.
Unsere Wasserstoffperoxid-(H2O2)-Sensoren arbeiten mit den Radikalanalysatoren TBR4100 und TBR1025.